ZONTA International

 

„Advancing the Status of Women worldwide“

 

ZONTA International ist ein weltweites, überparteiliches, überkonfessionelles und weltanschaulich neutrales Netzwerk selbständiger und berufstätiger Frauen in verantwortlichen Positionen.

  Gegründet wurde ZONTA 1919 in Buffalo, New York, unter Führung der Theaterkritikerin und Feuilletonistin Marian de Forest und der Verlegerin und Menschenrechtlerin Mary E. Jenkins und ist heute weltweit in 69 Ländern mit 33.000 ehrenamtlichen Mitgliedern aktiv.

Die Mitglieder eines Zonta-Clubs kommen aus unterschiedlichen Berufsgruppen und verpflichten sich zu einem monatlichen Treffen. Interessentinnen werden von den einzelnen Clubs zur Mitgliedschaft eingeladen.

 

Der Name ZONTA ist dem Teton-Dialekt der Sioux-Indianer entlehnt und bedeutet „ehrenhaft“ und „vertrauenswürdig“.

 

Zielsetzung

ZONTA International fühlt sich vorrangig der Verbesserung der Stellung der Frauen in rechtlicher, politischer, wirtschaftlicher und beruflicher Hinsicht verpflichtet. Neben diesem Engagement steht ZONTA für hohe ethische Werte und setzt sich ein für die Achtung der Menschrechte und das Grundrecht auf Freiheit und Frieden. Die Mitglieder arbeiten dabei weltweit in einem Netzwerk zusammen und leisten so einen Beitrag zu Toleranz und internationaler Verständigung. Die Ziele werden nicht nur mit vielfältigen Serviceprojekten und Stipendien verfolgt, sondern auch durch Veranstaltungen von Foren und Mitwirkung in unterschiedlichen Gremien sowie mit speziellen Förder- und Aktionsprogrammen.

Prominente Namen im internationalen ZONTA-Netzwerk sind die Politikerinnen Corazon Aquino, Rita Süssmuth und Margret Thatcher, die Wissenschaftlerinnen Rita Levi-Montalcini (Medizin-Nobelpreisträgerin) und Roberta Bonda (kanadische Astronautin) sowie Königin Silvia von Schweden, die WWF-Präsidentin Kathryn S. Fuller oder auch die inzwischen verstorbene Mitherausgeberin der Zeit Marion Gräfin Dönhoff.

 

Weltweite Projekte

ZONTA International ist als NGO (Nichtregierungsorganisation) mit konsultativem Status bei der UNO seit deren Gründung 1945 vertreten – ebenso u. a. auch in der WHO, der Unesco und bei Unicef und arbeitet aktiv im Europarat mit. Für die berufliche Förderung junger Frauen werden jährlich weltweit Stipendien und Preise vergeben werden:

 

Amelia Earhart Fellowship Award (seit 1938)

für Forschungsarbeiten junger Wissenschaftlerinnen auf den Gebieten Luft- und Raumfahrttechnologie

 

Young Women in Public Affairs (seit 1990)

für Engagement in der Schülergemeinschaft oder sonstige ehrenamtliche Tätigkeit von Schülerinnen der Oberstufe in weiterführenden und berufsbildenden Schulen

 

Jane M. Klausmann-Award (seit 1998)

für Studentinnen der Wirtschaftswissenschaften

 

Laufende internationale Serviceprojekte der ZONTA International Foundation richten sich gegen Gewalt an Frauen und Kindern sowie gegen die Bekämpfung des Mädchenhandels oder führen Alphabetisierungsprogramme für Mädchen durch.

 

Von 1986-1996 wurden beispielsweise kontinuierlich Selbsthilfeprojekte für Frauen in ländlichen Entwicklungsregionen in Afrika, Asien und Südamerika gefördert – in enger Zusammenarbeit mit UNIFEM, dem Entwicklungsfond der UN für die Frau.

 

Von 1998-2004 setzte sich ZONTA gemeinsam mit Unicef gegen die Genitalverstümmelung von Frauen und Mädchen in Burkina Faso ein.

 

Und 2004 wurde im Niger zusammen mit Care International „Women on the Move“ gestartet, ein Projekt für HIV-betroffene bzw. bereits an AIDS erkrankte Frauen, das diese durch Gesundheitsaufklärung und sog. MicroCredits unterstützt.

 

Weitere Beispiele:

Bosnien-Herzegovina: Anti-Trafficking-Programm

(Bekämpfung des Mädchen- und Frauenhandels)

 

Afghanistan: Improving Women’s Lives

(Alphabetisierungs- und Gesundheitsprogramme für Mädchen und Frauen)

 

Indien: Reinventing India

(Einsatz gegen Gewalt an Frauen und Kindern)

 

Weltweit: ZISVAW

(ständiges Programm zur Abschaffung von Gewalt gegen Frauen und Kinder)

 

Aufbau der Organisation

ZONTA ist demokratisch aufgebaut. Die Gesamtinteressen vertritt der internationale Vorstand mit Sitz in Chicago, Illinois, USA, an dessen Spitze die Präsidentin steht. Alle Amtsträgerinnen werden für zwei Jahre gewählt (Ausnahmeregelungen in den einzelnen Clubs sind möglich). Die alle zwei Jahre stattfindende „International Convention“ ist die Mitgliederversammlung aller Zontians weltweit; hier werden die Richtlinien für das folgende Biennium festgelegt und der internationale Vorstand gewählt. Die letzte Versammlung fand 2014 in Orlando, Florida, USA, statt, die nächste Convention wird dann in zwei Jahren in Nizza, Frankreich, sein.

 

Die Zonta-Clubs einer Region werden in einer Area zusammengefasst. Mehrere Areas bilden einen der derzeit 32 Distrikte mit ca. 34.000 Mitgliedern.

 

ZONTA in Deutschland

In Deutschland haben sich 128 Clubs mit 4.600 Mitgliedern zur Union deutscher ZONTA-Clubs zusammengeschlossen (Stand 07/2014). Der erste deutsche ZONTA-Club wurde bereits 1931 in Hamburg gegründet. 1952 folgten dann die Clubs in München und Wiesbaden. 1992 entstanden in Leipzig und Weimar die ersten Clubs in den neuen Bundesländern.

Die Union vertritt ZONTA im Deutschen Frauenrat und vergibt jährlich verschiedene Förderpreise an junge Frauen:

 

ZONTA-Musikpreis (seit 1986)

beim Deutschen Musikwettbewerb für Solisten

 

ZONTA-Musikpreis (seit 2000)

beim Deutschen Musikwettbewerb für Kammermusik

 

ZONTA-Musikpreis (seit 2000)

beim Bundeswettbewerb „Jugend musiziert“

 

ZONTA-Musikpreis (seit 2004)

beim Dirigentenforum

 

ZONTA-Sonderpreis bei „Jugend forscht“ (seit 1994)

in Geo- und Raumfahrtwissenschaften

 

Darüber hinaus verfolgt jeder Club eigene lokale Aktivitäten.

 

 

 

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