Aktion Goldhandy

Altes Handy rettet Leben

Wussten Sie, dass Ihr altes Handy Leben rettet und viel Leid verhindert kann?

Zonta Wiesbaden und missio im Bistum Limburg starten gemeinsame Handy-Sammelaktion gegen die Gewalt an Frauen in der Demokratischen Republik Kongo.

Der Zonta Club Wiesbaden setzt sich seit mehr als 100 Jahren für eine Welt ein, in der sich Frauen frei entfalten und ohne Angst vor Gewalt leben können. Darum unterstützen wir auch Frauen in der Demokratischen Republik Kongo, die wegen in Handys verarbeiteten Rohstoffen geschlagen, gedemütigt, vergewaltigt und getötet werden.
Ab Mitte Juni machen wir mit der Goldhandy-Aktion im gesamten Rhein-Main Gebiet auf die katastrophale Situation dieser Frauen aufmerksam. Dabei können alte Handys, die nicht mehr gebraucht werden, an verschiedenen Sammelstationen abgegeben werden.

Was verbirgt sich hinter der „Goldhandy-Aktion"? Das wertvolle Erz Coltan, welches für die Herstellung unserer Handys benötigt wird, spielt hierbei eine Schlüsselrolle. Ein erbitterter Kampf zwischen Rebellen und XXXX um die Minen, in denen das „Gold" abgebaut wird, findet in Form eines Platzhalterkrieges über die Frauen statt. Die Rebellen entehren die Frauen und damit ihre Familien sowie die gesamte Gesellschaft. Um dieses Vorgehen der Rebellen auszuhebeln, setzt sich die Traumatherapeutin Thérèse Mema Mapenzi in dem Centrum Olame, für die Belange und den Schutz der Frauen und dafür ein, ein Umdenken zu erreichen. Mit dem Erlös von Rohstoffen, die aus den recycelten alten Handys gewonnen werden – 200 Millionen davon allein in Deutschland -, wollen wir Thérèse Mema Mapenzi dabei unterstützen, den Frauen und ihren Familien wieder eine Zukunft zu geben.
Machen Sie mit und unterstützen Sie!

Noch immer liegen geschätzt 200 Millionen alte Handys in Deutschland in Schubladen. Sie können in Annahmestellen abgegeben, wieder aufgearbeitet oder recycelt werden und helfen das Leid der Frauen zu lindern. Aber auch Spenden sind willkommen.

Zum Auftakt der Woche der Goldhandys laden der Zonta Club Wiesbaden und missio

im Bistum Limburg zu einer digitalen Informations-Veranstaltung ein.
Mittwoch, 16. Juni 2021 um 19:30 Uhr, online

Unsere Handys – ihre Hölle" - was das Leid der Frauen in der DR Kongo
mit unseren Handys zu tun hat

Als besonderer Gast bei dieser digitalen Informations-Veranstaltung wird Thérèse Mema Mapenzi, Traumatherapeutin in der Demokratischen Republik Kongo zugeschaltet sein.

Weitere Diskussionsteilnehmerin ist Jaqueline Schlesinger, Diözesanreferentin, Bistum Limburg,
Moderation: Kerstin Halm, Redakteurin.

Die Veranstaltung bildet den Auftakt der „Woche der Goldhandys" vom 19.06- 27.06.2021, Aktion Schutzengel von missio.
Nach Ihrer Anmeldung bis zum 15.06.2021 unter: info@zonta-wiesbaden erhalten Sie die Zugangsdaten mit dem Zoom-Link. Die Teilnahme ist kostenfrei.

Hintergrundinformationen:

Einer der Gründe für den in der DR Kongo herrschenden Krieg sind die reichen Bodenschätze im Kongo. „Die Rebellen vergewaltigen und töten, um die Coltan-Minen zu erobern", kritisiert Thérèse Mema. Dieses wertvolle Erz Coltan wird für die Produktion von Handys benötigt. Für die Bewaffneten ist der Konflikt ein Millionengeschäft. „Wenn man wirklich Frieden schaffen will, muss man die Ursachen des Konflikts bekämpfen".
Thérèse Mema gehört zu den mutigsten Frauen in ihrer Heimat, die seit 1996 Schauplatz eines äußerst blutigen Konflikts ist. Besonders Familien leiden unter der Brutalität. Die Vereinten Nationen bezeichnen die DR Kongo als die Vergewaltigungshochburg der Welt. Die Zahl der überlebenden Opfer wird auf über 200.000 geschätzt. Die Frauen brauchen Jahre, bis sie mit den psychischen und körperlichen Folgen fertig werden. Seit 2017 leitet Thérèse Mema das Centre Olame, ein von missio gefördertes Schutzzentrum für Frauen und Mädchen in Bukavu. Im Rahmen der Traumatherapie arbeitet sie unter anderem eng mit dem Friedensnobelpreisträger Dr. Denis Mukwege zusammen. Er kümmert sich im Panzi-Krankenhaus um die medizinische Versorgung der Opfer, bevor die psychologische Hilfe im Centre Olame beginnt.

Thérèse Mema Mapenzi, geboren 1982, stammt aus Kalehe im Süd-Kivu im Osten der Demokratischen Republik Kongo. Seit zehn Jahren beschäftigt sich die Diplom-Pädagogin schwerpunktmäßig mit der Begleitung und Heilung schwer traumatisierter Menschen, vor allem nach sexuellen Gewalterfahrungen. Neben der individuellen psychologischen Betreuung und der medizinischen Versorgung der Opfer ermöglicht das Zentrum Olame den betroffenen Frauen auch eine Ausbildung.

Mit der Aktionswoche 19. bis 27. Juni 2021 ruft missio zum fünften Mal die Woche der Goldhandys aus. Dank der vielen Unterstützerinnen und Unterstützer der Handyspendenaktion wurden in den vergangenen Jahren bereits über 205.000 Handys gespendet und zugunsten von Familien in Not recycelt oder wiederaufbereitet. Mit dem Erlös, aus dem Recycling und der Wiederverwertung, konnten Hilfsprojekte in der Demokratischen Republik Kongo unterstützt werden. Über 13.000 Frauen, Männer und Kinder profitierten bislang durch psychologische Hilfe, Traumaarbeit, Akuthilfe und Aufklärungsprogramme von dem Erlös der Aktion.

Goldhandy Aktion - Handy Annahmestellen in Wiesbaden:

Zonta Club Wiesbaden, Bärbel Riemann, Kapellenstraße 64 b, 65193 Wiesbaden
Mo - Fr. 9.00 – 15.00 Uhr
Roncalli-Haus, Friedrichstraße 26, 65185 Wiesbaden
Mo-Do 9.00- 13.30 Uhr und Freitag von 9.00- 12.00 Uhr

Pressekontakt:
Zonta Club Wiesbaden, Bärbel Riemann, Club Präsidentin,
E-Mail: praesidentin@zonta-wiesbaden.de , Rufnummer: 0160-4411090 oder 0611-5290615
Bistum Limburg, Jaqueline Schlesinger, misso-Diözesanreferentin,
E-Mail: j.schlesinger@bistumlimburg.de, Rufnummer: 0173-6646659 oder 06431-295-417

Auch Spenden sind willkommen:
Spendenkonto:
Verein der Freunde Zonta e.V., Gemeinnützig gem. §§ 51
Bankverbindung: Wiesbadener Volksbank, IBAN: DE30 5109 0000 0000 1636 00
Weitere Informationen
zu Zonta Aktivitäten und zur Handy-Spendenaktion finden Sie unter: www.zonta-wiesbaden.de, www.zonta-union.de, www.zontasaysno.de,
https://www.missio-hilft.de/mitmachen/aktion-schutzengel/handys-spenden/...
Über den Zonta Club Wiesbaden, gegründet: 1954, erfahren Sie mehr unter:
www.zonta-wiesbaden.de
Über Zonta International
Die global agierende Organisation berufstätiger Frauen Zonta International wurde am 8. November 1919 in Buffalo, New York, gegründet. Mit heute rund 1.200 Clubs und über 28.000 Mitgliedern in 63 Ländern setzt sich die überparteiliche Nichtregierungsorganisation weltweit für die Rechte von Frauen und Mädchen ein. Sei 1969 engagiert sich Zonta International mit generellem konsultativem Status beim Wirtschafts- und Sozialrat der Vereinten Nationen ECOSOC unter anderem in New York am Hauptsitz der UN, in Genf bei ILO und WHO, in Wien bei UNODC, in Bangkok bei ESCAP und bei der UNESCO in Paris für die Rechte von Frauen und Mädchen und die Umsetzung der UN-Frauenrechtskonvention CEDAW (Convention on the Elimination of All Forms of Discrimination Against Women). Als erster Mittelgeber aus dem Privatsektor fördert Zonta International darüber hinaus das Globale Programm zur Beendigung der Kinderheirat von UNFPA und UNICEF.
Zugleich ist Zonta International mit partizipatorischem Status beim Europarat (CoE) vertreten und setzt sich hier unter anderem für die Umsetzung der Istanbul Konvention ein.
Mehr zu Zonta International unter www.zonta.org